Woman in the menopause

Wechseljahre: Wie du dein inneres Gleichgewicht findest – und behältst

Du kennst das Gefühl: Alles läuft, und plötzlich läuft gar nichts mehr. Die Hitzewelle kommt ohne Ankündigung. Der Schlaf bleibt aus, obwohl du erschöpft bist. Die Laune schwankt – und du selbst weißt nicht so recht warum. Die Wechseljahre sind eine Lebensphase, die den gesamten Körper betrifft. Und über die noch immer viel zu wenig offen gesprochen wird.

Dabei steckt hinter vielen der typischen Beschwerden mehr als nur „die Hormone". Was viele nicht wissen: Auch dein Darm spielt in dieser Phase eine entscheidende Rolle.

Was passiert eigentlich in den Wechseljahren?

Die Wechseljahre sind kein Ereignis, sondern ein Prozess – und er beginnt oft früher als gedacht. Die Perimenopause, also die Übergangsphase, kann sich schon ab Anfang 40 ankündigen. Die Hormone schwanken, mal hoch, mal niedrig – was viele Frauen als besonders anstrengend empfinden.

Zu den häufigsten Begleiterscheinungen gehören:

  • Hitzewallungen – oft ausgelöst oder verstärkt durch Stress, Schlafmangel oder bestimmte Lebensmittel

  • Schlafstörungen – die sich wiederum auf Stimmung, Konzentration und Energie auswirken

  • Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit – nicht selten werden sie fälschlicherweise als psychische Erkrankung behandelt

  • Brain Fog – das Gefühl, Dinge nicht mehr so schnell abrufen zu können

  • Verdauungsbeschwerden – ein Symptom, das in der öffentlichen Diskussion kaum vorkommt, aber viele Frauen betrifft

Rund 80 Prozent der Frauen erleben Symptome in dieser Phase. Und doch wird die Verbindung zwischen Hormonen und Darm kaum thematisiert.

Der Darm in den Wechseljahren: ein unterschätzter Faktor

Was die wenigsten wissen: Das Mikrobiom – also die Gemeinschaft aus Milliarden von Bakterien in deinem Darm – verändert sich in den Wechseljahren messbar. Der sinkende Östrogenspiegel beeinflusst nicht nur Haut, Knochen und Stimmung, sondern auch die Zusammensetzung deiner Darmflora.

Ein gestörtes Mikrobiom kann Entzündungsprozesse begünstigen, die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen und das allgemeine Wohlbefinden verschlechtern. Umgekehrt gilt: Ein stabiles Darmmilieu kann dazu beitragen, dass du dich in dieser Übergangsphase insgesamt ausgeglichener fühlst.

Das ist keine Kleinigkeit. Der Darm wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern heute als zentrales Organ für das Immunsystem, die Stimmungsregulation und die allgemeine Gesundheit betrachtet – und verdient in den Wechseljahren besondere Aufmerksamkeit.

Was du selbst tun kannst: Gleichgewicht von innen

Die gute Nachricht: Du bist dieser Phase nicht hilflos ausgeliefert. Es gibt einiges, das du aktiv tun kannst – und das beginnt oft im Inneren.

Ernährung als Grundlage

Vollkornprodukte, fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Kefir oder Sauerkraut, viel Wasser und wenig Alkohol – all das unterstützt ein gesundes Mikrobiom. Alkohol wird in den Wechseljahren übrigens schlechter vertragen und kann Hitzewallungen verstärken.

Bewegung – regelmäßig und gezielt

In den Wechseljahren sinkt der Energiebedarf um rund 200 Kalorien täglich. Wer sich gleichzeitig wenig bewegt, merkt das – vor allem am Bauch. Gezieltes Krafttraining unterstützt nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch Knochen und Muskeln.

Schlaf schützen

Schlechter Schlaf verstärkt fast alle Symptome. Eine einfache Atemübung kann helfen: vier Sekunden einatmen, fünf Sekunden halten, sieben Sekunden ausatmen – sechs- bis zehnmal wiederholen. Diese Übung aktiviert den Parasympathikus und hilft dem Körper, zur Ruhe zu kommen.

Das Mikrobiom gezielt unterstützen

Wer seinem Darm in dieser Phase etwas Gutes tun möchte, kann auf eine durchdachte Kombination aus Inhaltsstoffen setzen. Balance von Glow25 vereint aktive und inaktivierte Milchsäurebakterien, Kiwifruchtpulver und Inulin in einer 3-in-1-Tribiotika-Formel. Ergänzt durch Vitamin B2, das zur Erhaltung normaler Haut beiträgt, und Calcium, das die normale Funktion von Verdauungsenzymen unterstützt. Gerade in einer Phase, in der sich das Mikrobiom verändert, kann das ein sinnvoller Baustein für dein inneres Gleichgewicht sein. 

Die Wechseljahre als Neustart

Viele Frauen erleben diese Phase als großen Aufräumprozess. Die Gelassenheit wächst, die Dramen werden weniger, die Prioritäten klarer. Studien zeigen: Wer mit 60 die Ernährung umstellt und gesünder lebt, gewinnt noch einmal bis zu acht Lebensjahre dazu.

Und noch etwas: Viele der bedeutendsten Frauen in Führungspositionen – Präsidentinnen, Kanzlerinnen, Entscheiderinnen – waren oder sind in der Menopause. Die Wechseljahre nehmen nichts weg. Sie räumen auf.

 H2: Interessant? Erfahre mehr dazu im Podcast

Wenn du tiefer in das Thema eintauchen möchtest, hör gerne in die aktuelle Folge “Cool bleiben trotz Wechseljahren” von Glow Up Your Life rein. Katja Burkard spricht dort mit Prof. Dr. Mandy Mangler – Gynäkologin, Chefärztin, Autorin und eine der klarsten Stimmen für Frauengesundheit im deutschsprachigen Raum. Als „Gynfluenzerin" macht sie komplexe medizinische Themen verständlich, ohne Tabus und ohne Beschönigung. Zuletzt erschienen ist ihr Buch Don't Miss the Clitoris

Im Gespräch sprechen Katja und Mandy über Hormone, Hitzewallungen, Scham, Sexualität und die Frage, warum die Menopause kein Ende ist – sondern ein Anfang.

Die Folge ist auf all diesen Podcast-Plattformen verfügbar:

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